Unzufriedenheit mit sich und dem Leben
Im Augenblick bist du unzufrieden mit dem, was dir passiert. Vielleicht weißt du nicht so recht, woher deine Unzufriedenheit kommt, aber du spürst sie ganz deutlich. Du fühlst dich mürrisch und gereizt, dich stört die Fliege an der Wand. Vielleicht reagierst du auch empfindlich auf die Geräusche, die dich umgeben. Auch deine Mitmenschen bekommen deine Unzufriedenheit vielleicht zu spüren. Du bist ungeduldig, ungnädig und teilst aus, weil du auch du nicht bekommen hast, was du wollest.
In deinem Körper machst sich deine Unzufriedenheit in Form von Anspannung und Druck breit. Vielleicht kannst du dich auch nicht so recht konzentrieren, deine Leistung lässt nach.
Begleiterscheinungen deiner Unzufriedenheit:
aus dem Gleichgewicht geraten; dich unwohl fühlen; unruhig sein; anderen gegenüber aggressiv sein; den anderen nichts mehr geben; unkonzentriert sein; ungeduldig sein; an anderen herumnörgeln; dich bemitleiden, lustlos sein.
Wie du mit deiner Unzufriedenheit umgehen kannst
Unzufriedenheit ist zwar unangenehm oder lästig, aber du hast sie selbst hervorgerufen. Sie soll dich alarmieren, dass etwas nicht so läuft, wie du es möchtest. Im Grunde genommen ist sie dein Freund.
Mache dir deine Unzufriedenheit zum Verbündeten.
Überlege dir, weshalb du unzufrieden bist. Was stört dich jetzt im Moment oder generell in deinem momentanen Leben?
Erstelle einen Plan.
Wie genau könntest du deinen Leben wieder mit deinen Vorstellungen in Einklang bringen? Wer oder was könnte dir dabei helfen? Welche Schritte könntest du jetzt gleich machen?
Setze deine Anspannung in Bewegung um.
Vielleicht kannst du im Augenblick gar nichts gegen deine Unzufriedenheit tun. Dann kannst du zumindest deine Spannung abbauen. Laufe ein paar Treppen auf und ab oder einmal um den Block oder tritt einfach nur eine zeitlang auf der Stelle. Dich bewegen kannst du dich auch, wenn du nicht auf den Auslöser deiner Unzufriedenheit kommst.
Sorge für Ablenkung.
Manchmal starren wie wir die Maus auf die Schlange und sind handlungsunfähig. Dann hilft es dir, wenn du erst einmal aus der Situation gehst und dich mit etwas ganz anderem beschäftigst.
Erinnere dich daran, was in deinem Leben gut läuft.
Wenn du dir deine Erfolge vor Augen führst, dann wirst du mehr Kraft zur Lösung deines Problems haben. Du wirst dich daran erinnern, dass du schon viel erreicht hast und vieler Einflussmöglichkeiten auf dein Leben hast.
Prüfe, ob das, was dich stört, wirklich so wichtig ist.
Vielleicht wäre es nur schön, wenn klappen würde, was du dir vorstellst, aber du kannst ganz gut auch ohne es auskommen.
Erinnere dich daran, dass Fehler zum Leben gehören.
Wenn du dir Vorwürfe wegen eines Fehlers machst und dadurch mit dir unzufrieden bist, dann machst du ihn damit nicht ungeschehen. Konzentriere dich lieber darauf, wie du ihn in Zukunft vermeiden bzw. wie du das Problem lösen kannst.
Prüfe, ob das, was du von anderen oder der Situation forderst, realistisch ist.
Möglicherweise beruht deine Unzufriedenheit auf einem Irrtum. Du forderst etwas, was unerreichbar oder nicht in deiner Kontrolle ist. In einem solchen Fall kannst du deine Zufriedenheit zurückgewinnen, indem du deine Forderung aufgibst.
Wenn du an den Ursachen deiner Unzufriedenheit ansetzen möchtest
Wenn du sehr häufig unzufrieden bist, dann sollest du dich an das Sprichwort von Epiktet erinnern: Es sind nicht die Dinge an sich, die uns beunruhigen, sondern unsere Sicht der Dinge.
Dies bedeutet, dass du Einflussmöglichkeiten hast, selbst wenn die Dinge nicht so laufen, wie du es möchtest. Du hast dann z.B. die Möglichkeit, deinen Erwartungen und deinen Einsatz zu reduzieren. Oder aber du kannst lernen, ganz bestimmte Situationen so anzunehmen, wie sie sind. Du kannst dich auch dafür entscheiden, eine Situation für den Augenblick so anzunehmen, wie sie ist, und für die Zukunft daran arbeiten, sie zu verändern.
